Samstag, 20. Juni 2015

Sommersonnenwende

Am Sonntag den 21. Juni ist es nun soweit und wir haben den längsten Tag und die kürzeste Nacht des Jahres. Die Sonne erreicht auf der Nordhalbkugel ihren höchsten Stand.
In einigen Länder, z.B in Schweden wird an diesen Tag ausgiebig gefeiert, in anderen Länder steigen die Feierlichkeiten erst einige Tage später am St Johannitag - in diesem Jahr am 26 Juni.
Welcher Tag auch immer, es gibt kaum ein Land wo die Zeit um die Sommersonnenwende nicht mit Traditionen und Bräuchen beladen ist und voller Legenden, Magie, Zaubereien, Aberglauben, mystische Geschichten und Sagen umwoben.
Es ist das Fest und lange Nacht des Lichtes, des Feuers, der Helligkeit, aber auch der Liebe, Gesundheit, Reinheit, Erneuerung.

Zahreiche Rhyten werden weltweit in diesen Nächtem praktiziert, die Gesundheit, gute Ernte oder Glück in der Liebe bringen sollen. Dämonen und böse Geister werden vertrieben, Wünsche können in Erfüllung gehen, Unmögliches geschehen.

Pflanzen spielen neben dem Feuer eine große Rolle bei diesen Festigkeiten.
Einige, wie das Johanniskraut das zu dieser Zeit blüht, oder die Johannisbeeren die langsam ihre Reife erreichen, erinnern uns sogar mit ihren Namen das ganze Jahr über an diese Lichttage.

Frisch gepflückte und gebundene Johannissträucher aus 7 verschiedene Blüten sollen glücksbringend sein. Auf jeden Fall sind sie wunderhübsch an einer Sommertafel. 
Ich pflückte sie heute mit Emil in unserem  Garten und erzählte ihm dabei über die spannenden Legenden und Märchen.
Die 7 Blüten waren schnell gefunden. Zahlreiche Sommerblumen schmücken gerade den Garten. Wir hatten die Qual der Wahl, entschieden uns für einen Strauß in blautönen und wählten duftende Sommerrosen, Lupinien, Glockenblumen, Katzenminze, Salbei, Mutterkraut und Sterndolde für unser Sommernachtstrauss.


Ein Johanniskranz über der Tür oder Fenster gehangen soll böse Dämonen und Geister vertreiben, unter das Kopfkissen gelegt bringt sie Segen und Glück in der Liebe. Mancherorts gingen Frauen mit den Blumenkränzen beschmückt zu einer Quelle und ließen sich mit dem frischen Quellwasser besprengen, was vom allem Unglück im kommenden Jahr reinigte.
Unserer duftete nach Sommerjasmin und ich sah damit bestimmt aus, wie eine übergebliebene Hippybraut, auch das Quellwasser fehlte, aber vielleicht reichen auch schon die Regentropfen die  wahrscheinlich uns aushelfen wollten.
 



Es ist die Zeit wo angeblich Himmel und Erde am nahsten sind. Kräuter sollen ihren höchsten Kraft entfalten und heilend wirken.
Unser Korb ist nun gefüllt mit Sauerampfer, Pimpinelle, Wermut, Süßdolde, Liebstöckel, Petersilie, Rosmarin, Thymian, Minze, Melisse, Bohnenkraut, Boretsch, Oregano, Basilikum.
Einige werden wir trocknen und machen unseres heilenden, würzigen Kräutersalz davon.




In den nächsten Tagen werden wir noch Geschichten erzählen, nach Zwergen, Kobolden und huschende Feen schauen, Spargel und Rhabarber zum letzten mal essen, über richtig reife duftende Erdbeeren und  Holunder uns freuen und vielleicht sogar über Feuer springen.

Ich wünsche Euch mystische Tage!






Kommentare:

  1. Ich bin dann mal mit Gartenschere im Garten...wegen der bösen Dämonen und so...Dir einen schönen Sonntag! LG Lotta.

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  2. ...... mystisch schön, dein post, liebe eva! der sommerjasminkranz ist zum weinen schön! herzliche waldgrüsse, dunja

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  3. das war ein schöner beitrag...danke. so märchenhaft! und wunderschöne bilder.
    solch einen strauß hätte ich jetzt auch gerne neben mir...duftend und hübsch.

    ganzliebe grüße, doro K.

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  4. Ja, es ist ein herrliche Zeit für Geschichten! Und schöne Blumenkränze!

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  5. Was für schöne Tradionen. Blumen haben wir nicht gewunden gestern, aber übers Feuer sind wir auch gesprungen. :-)

    Herzlich, Katja

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  6. Was ein bezaubernder Kranz.... <3 Und ich bin sicher: An dir noch bezaubernder!

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  7. Ein wunderschöner Post, der bestimmt einigen Lust gemacht hat, es mit dem einen oder anderen schönen Brauch zu versuchen. Hier haben auch Regentropfen (endlich) ausgeholfen, und bei uns blüht das Johanniskraut noch nicht, dann, an Johanni aber ;-) Liebe Grüße Ghislana

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  8. ja der sommer ist schon da und gut dass du davon sprichst - hier ist brauch die *herbes de la st Jean* zu pflücken - dein post ist sehr interessant !
    danke

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  9. Er hat mir sehr gefallen, dieser Post über das Fest zur Sommersonnenwende. Als ich das erste Mal in Dänemark war, wurde dieses Fest dort gefeiert. Wir hatten keine Ahnung, um was es ging, aber es war ein tolles Erlebnis. Die Menschen waren so ansteckend fröhlich und beschwingt. Sobald es aufgehört hat zu regnen, gehe ich in den Garten und pflücke 7 verschiedene Blüten. LG Edith

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