Donnerstag, 30. Januar 2014

Gemüsesuppe mit Kokosmilch und Ingwer

Ganz schön knackig kalt ist es draußen. So mag ich es gerne. Klarer, blauer Himmel, trockene Kälte und von der weißen Schneepracht ist auch noch etwas zu sehen. Der eisige Wind pustet einem allerdings ganz schön durch. Die Mütze wird tiefer ins Gesicht gezogen, der Schal fest um den Hals geschlungen, die Hände in mollig warme Handschuhe gesteckt. Zuhause angekommen wärme ich mich am liebsten mit einem leckeren, heißen, Gemüseintopf. Am liebsten mit etwas Ingwer und Chili, damit der eigene Wärmespeicher auf Hochtouren läuft. 



Für die Suppe nehme ich immer unterschiedliche Gemüsesorten. Mal wird die Suppe eher weiß, mit Pastinaken, Sellerie, Kohlrabi und Blumenkohl, mal grünlich, wie heute, mit Porree, Brokkoli, Schnittbohnen. Mal wandern auch einige Erbsen rein. 
Was immer dabei ist, sind Suppengrün, oder einfach einige Karotten, ein Stück Sellerie, klein gewürfelte Kartoffeln,  eine in Ringe geschnittene Lauchstange,  oder eine Zwiebel, ein Stück geriebene Ingwer, 1-2 Zehen Knoblauch und einige Streifen dünn abgezogene Zitronenschalen von einer Biozitrone. 

Das Gemüse in Mundgerechte Stücke schneiden. Ich schneide dabei gerne verschieden Formen, Karotten in Ringe, Kartoffeln in ganz kleine Würfel, Bohnen in Rauten, Kohlrabi in längliche Streifen usw. Brokkoli oder Blumenkohl in hübsche Röschen zerteilen. 

In einem Suppentopf auf etwas Oliven- oder Distelöl die härteren Gemüsesorten (Wurzelgemüse) kurz anbraten. Geriebene Ingwer und 1-2 zerdrückte Knoblauchzehen dazugeben und kurz anschwitzen. 
(Wenn ich Zwiebel, statt Lauch benutze schneide ich sie quer in der Mitte durch und mit der Schnittfläche nach unten brate ich sie mit der Gemüse an. 
Das Gemüse mit Gemüsebrühe aufgießen und Zitronenschalen in die Suppe geben. Jetzt kommen Gemüsesorten, wie Bohnen, Erbsen, Kartoffelwürfel dazu. Langsam alles weiter köcheln. Kurz vorm Schluss mit einer Dose Kokosmilch aufgießen und Brokkoli oder Blumenkohl in die Suppe geben. Vorsichtig zur Ende kochen, damit die Röschen nicht zerfallen. 

Nach Belieben mit einigen Spritzern frischem Zitronensaft und Chili abschmecken. 

Ich liebe sie heiß und innig. Wunderbar leicht und frisch und doch so wärmend. 





Mittwoch, 29. Januar 2014

Mittwoch im Mittelpunkt - Pupsgeschichten

Mittwoch suche ich den Mittelpunkt.
Ist es die Arbeit, die Wäscheberge, abends ein schönes Buch, Musik oder ein Film zum abschalten, um weitermachen zu können, ein neues Rezept, was man kaum erwarten kann nachzukochen, eine neues Kleid, die Urlaubsplanung, ein tolles Gespräch, oder jemand, der unsere Aufmerksamkeit braucht, oder wir seine. Ist es etwas Schönes, Ärgerliches oder Ermüdendes? Einfach die Mitte eben.
Habt ihr Lust mitzumachen?
Ihr könnt einfach den Link zu Eurem Mittelpunkt-Post im Kommentar  hinterlassen.
Ich bin sehr gespannt was ihr so alles in der Mitte findet.


Blöde, pupsige Viren stehen immer noch in unserem Mittelpunkt. Am liebsten würde ich jetzt sagen, ich pupse auf alle, leider haben sie uns mittlerweile alle drei so fest im Griff, dass diese Behauptung leider keine wirkliche Überzeugung tragen würde. So lesen wir lieber witzige Pupsreime und heitern uns gegenseitig auf.
Fällt das duftige Wort, bricht meist beim kleinen Folk großes Gelächter aus und weil Lachen meist ganz schön ansteckend ist, kullern die Großen vor Lachen schnell mit. 

Und wie war es noch mal mit der Gesundheit und dem Lachen?
Die beste Medizin eben!


Ein herrlich witziges Buch von dem französischen Autorenduo Noé Carlain, mit witzigen Illustrationen von Anna Laura Cantone, erschienen beim Gerstenberg Verlag

 

Nachdem man sich über 20 explosive Berufen geblättert hat, bekommt man Lust ....



Selber zu reimen. So haben wir uns zu wahren Pupspoeten entwickelt und ich kann sagen, kein Familienmitglied blieb verschont. Gut gekräftigte Bauchmuskel sind eine willkommene Nebenwirkung. Die Familienverse bleiben natürlich streng Geheim!


Na dann mal los!
Ich wünsche Euch eine fröhlich pupsige Wochenmitte!

Dienstag, 28. Januar 2014

Holunderapotheke

Ich bin wirklich dankbar für die Sommergaben der Natur.



Selbst der Holunder hat keine Zauberkräfte und pustet nicht einfach von einem Tag auf den anderen Erkältungen und Viruserkrankungen weg, aber er hat eine wunderbare, sanft heilende Wirkung. 

Die in der Sommerwärme auf dem Dachboden getrocknete Blüten, sind heiß aufgebrüht, gut 10 Minuten durchgezogen, mit etwas Honig, oder ein Schuss Holunderblütensirup gesüßt nicht nur wohltuend bei Halsschmerzen, der Tee hilft den Fieber zu senken. (Holunderblütentee findet man in Apotheken, oder Kräuterhäuser)

Bei hohem Fieber hat der Essigwickel sich sehr gut bewährt. 
Auf einen Liter kühles, aber nicht kaltes Wasser, 3-5 EL Holunder- oder Apfelessig geben. Leichte Baumwoll- oder Leinentücher damit gut durchfeuchten, auswringen, um die Waden wickeln. Darüber trockene Tücher, oder Handtücher legen und so lange anlassen, bis das nasse Tuch warm geworden ist. (Etwa alle 5 Minuten wechseln.) So lange wiederholen, bis der Fieber langsam runtergeht. 
Mag man nicht so oft den Tuch wechseln, kann man auch Baumwollkniestrümpfe anfeuchten, anziehen, und mit trockenem Tuch umgewickelt eine Stunde anlassen. ( Sollte bei Schüttelfrost oder sehr kalten Füßen nicht angewendet werden)
Essigwickel hilft auch bei Halsschmerzen. (Das feuchte Tuch auf die betroffene Stelle legen, dann mit einem Schal umwickeln, gut eine Stunde wirken lassen)

Dabei viel, möglichst langsam und schluckweise trinken. 
Neben dem Tee ist die Holunderlimonade mit wenig frisch gepresster Zitronensaft und Holunderblütensirup das Getränk, die bei uns nicht so viel Überredungskunst braucht. 

Heißer Fliederbeerensaft (aus dem Reformhaus) mit Honig (eventuell halb mit Holunderblütentee gemischt) schmeckt vorzüglich und sorgt für Abwechselung.
An gesunden Tagen, mit einer Zimtstange, ein-zwei Orangenscheiben und Zitronenscheiben und nach Belieben 1-2 Nelken und Vanillestange erhitzt, ist es ein leckerer, gesunder Kinderpunsch, die an kalten Tagen wunderbar wärmt und die Abwehrkräfte stärkt. 

Ganz stolz bin ich auf meine Holundersalbe. Es ist mittlerweile unsere Zaubersalbe gegen aufgerissene Lippen, bei spröden, ausgetrockneten Händen (über Nacht dick eingecremt, eventuell eine dünne Baumwollhandschuh drübergezogen wirkt es wunder) und die letzten Tagen bei verschorfte Nasen. 

Es lebe die Holunderkraft! Aber natürlich nicht vergessen, den Arzt, oder Apotheker zu fragen!

Ich sitze gerade vorbeugend mit einem ansteigenden Fußbad, wärme meine Eisflossen und heize mich von Innen mit heißem Ingwertee. Die Holunderapotheke muss noch einige Monate reichen. 
Bleibt dann doch noch etwas über, wird Salat damit abgeschmeckt, oder wandert in ein Glas Hugo.




Montag, 27. Januar 2014

Schneeweiß

Der schöne Schneeweiß taut langsam und verwandelt sich in eine matsch-graue Pampe.
Wenigstens über den Zeichentisch schneit es in dicken Flocken.



Die Sonne malt einige zauberhafte Lichteffekte über Tisch und Wand und sorgt für etwas gute Laune in unserer Gefangenheit. Wir kämpfen immer noch mit den bösen Viren und verbringen die Tage mit Kühlen, Lesen, Liegen, Kuscheln, Trösten, wenig Spielen, Zeichnen und bisschen Basteln, bis dann alles wieder von vorne anfängt.



Ich hoffe bald sind wir frei von ungebetenen Erregern und vielleicht fallen dann doch noch einige Schneeflocken und sorgen für weiße Spieltage, auch für uns.

Samstag, 25. Januar 2014

Samstagskaffe und Himmelsblick

Dick eingepackt Richtung Garten gelaufen und nach den Rechten geschaut.
Heißes Wasser über einen Löffel Kaffee gegossen und gewartet, bis der Kaffeesatz langsam sinkt. 


Eine feine Eisblumen Zeichnung am Fenster entdeckt. 


Die Stille und den heißen, frisch gebrühten Kaffe genossen, dabei den schlafenden Garten bewundert.


 Spuren entdeckt und verfolgt. Der Garten ist voller Leben, auch ohne unsere Anwesenheit. 



Beim Heimweg in den Himmel geschaut und mit langen Blicken den laut rufenden Gänsen verfolgt, bis sie in den Winterhimmel verschwanden.


Mein erstes Himmelsbild schicke ich zur Katja
Mit dem Kaffe setze ich mich an Ninjas Samstagskaffee Tisch.


Freitag, 24. Januar 2014

Süße Schneebälle

Der Schnee ist da und die Schneeballschlacht blieb trotzdem aus. Statt Schneebälle zu kneten, Schneemänner zu bauen und Schlitten zu fahren, haben wir unter Tränen Fieber gesenkt. Ganz schön blöd, besonders, wenn mann schon seit November auf den Schnee wartet, am Nachmittag mit dem besten Freund zum Rodeln verabredet war und zum ersten Mal seit Sommer, ausgerechnet jetzt krank ist.

Um einen wenig süßen Trost zu spenden, habe ich einige Schneebälle aus dem Ofen gezaubert.


Schneebälle kullerten früher öfter auf unsere Kuchenteller, besonders gerne, wenn draußen alles von einer dicken weißen Schneepracht bedeckt war. Nach ausgiebigen Spielen im Freien, war es immer eine Freude, unsere steif gefrorenen Hände an Tee oder Kakaotassen zu wärmen und süße Schneekugel zu vernaschen.  Die gehörten auch zu meinen ersten Kuchen, (nach verschiedenen Rührkuchen Experimenten) die ich als Teenager gebacken habe. 

Heute haben sie wenigstens ein Lächeln entlockt,  gegessen wurden, vom kleinen zitternden Kerl, nur einige wenige Stücke Teigrand, ohne alles, mit etwas Tee. 


Schneeball

8 Eigelbe mit 350 gr Puderzucker schaumig rühren. 2 EL. Kakao, 7 EL heißes Wasser, 1 Packung Backpulver und löffelweise 250 g Mehl unterrühren. Zum Schluss die 8, mit einer Prise Salz steifgeschlagene Eiweiße, vorsichtig nach und nach unterheben. 
Die Masse auf 2 Kuchenbleche verteilen und im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad etwa 25 Minuten backen. Gut auskühlen lassen.

Füllung
100 gr weiche Butter mit 80 gr. Puderzuker schaumig schlagen. 
50 g Mehl, 20 g Zucker, Eine ausgekratze Vanilleschote, oder Bourbonvanille Zucker, 1 ganzes Ei mit 300 ml kalte Milch (vorsichtig, nach und nach reinfließen lassen). Glatt rühren und im Wasserbad zu einer festen, dicken Creme einkochen. Wenn es ausgekühlt ist, löffelweise die Buttercreme unterrühren. 

Aus den Teigplatten, mit einer runden Ausstechform, Kreise ausstechen. Jeweils zwei mit der Creme zusammenkleben und von allen Seiten damit bestreichen. In Kokosflocken wälzen. 

Ich habe eine kleine Ausstechform mit 4 cm Durchmesser benutzt. (Im Originalrezept sind die Bälle größer, 5-6 cm im Durchmesser). Ich liebe die kleine Petit Four Größe, die man mit zwei Bissen vernaschen kann.
Die Kuchenplatten sind bei mir ziemlich hochgegangen und ich schnitt sie beide noch mal in der Mitte durch. Statt zwei Kreisen habe ich 3 aufeinander getürmt. 

Schneebälle haben wir mehr als genug, jetzt muss nur noch die Körperhitze sinken, damit wir unbeschwert naschen und spielen können. 





Donnerstag, 23. Januar 2014

Mittwoch, 22. Januar 2014

Mittwoch im Mittelpunkt - Fossilien

Mittwoch suche ich den Mittelpunkt.
Ist es die Arbeit, die Wäscheberge, abends ein schönes Buch, Musik oder ein Film zum abschalten, um weitermachen zu können, ein neues Rezept, was man kaum erwarten kann nachzukochen, eine neues Kleid, die Urlaubsplanung, ein tolles Gespräch, oder jemand, der unsere Aufmerksamkeit braucht, oder wir seine. Ist es etwas Schönes, Ärgerliches oder Ermüdendes? Einfach die Mitte eben.
Habt ihr Lust mitzumachen?
Ihr könnt einfach den Link zu Eurem Mittelpunkt-Post im Kommentar  hinterlassen.
Ich bin sehr gespannt was ihr so alles in der Mitte findet.

Insekten, Kristalle, Steine, Muscheln, Versteinerungen und Fossilien sind im Mittelpunkt der Interesse unseres kleinen Forscher und Entdecker.
Die beiden letzteren findet man leider nicht einfach so am Wegesrand. Selbst am Strand sind sie eine Seltenheit.
Wenn man ein-zwei schöne Fossilien besitzt, kann man sich schon wirklich glücklich schätzen.
Wenn man noch mehr für die eigene kleine Naturhistorische Ausstellung braucht, muss man eben selber Hand anlegen.


Man braucht einige Muscheln, Seesterne, Seeigel oder kleine Zweige, Blätter und Blumen, sowie Modelliermasse (in Weiß oder Natur), Ton oder Salzteig.
Die Masse nicht zu dick ausrollen, oder flachere Kieselsteinformen daraus formen. Bei Bedarf die Hände, oder Fingerspitzen befeuchten, und die Ränder damit schön glätten.
Ausgewählte Schätze vorsichtig reindrücken und trocknen lassen. Salzteig und Ton müssen gebacken, bzw. ausgebrannt werden.

Eine kleine Ausstellung aufbauen und Geschichten über abenteuerliche Forschungsreisen und Fundorte erzählen.

Der Eintritt ist meist kostenlos.



Dienstag, 21. Januar 2014

Heldeneck

Die kleine Werkecke im Arbeitszimmer steht in ständiger Bereitschaft, um motzige, gelangweilte, schlecht gelaunte, von Blitzideen getroffene, oder werkelwütige kleine Kindergartenhelden aufzunehmen. Neben ihrer therapeutische Wirkung sorgt sie für unendlich viele kreative Stunden künstlerische Ergebnisse, Chaos und viel Feinstaub. Eine wahre Heldenecke eben, die auch von uns erwachsenen Mitbewohnern mehr, als geschätzt wird, denn hier finden wir immer den nötigen Schraubenschlüssel, die passende Nägel, oder den langgesuchten Zollstock. Wir lieben sie einfach!
(Gleich dahinter, am zweiten Platz, kommt gleich der Staubsauger!)


Weitere Helden findet ihr unter Konfettiregen.

Montag, 20. Januar 2014

Wochenanfang

Etwas müde und farblos, auf eine weiche, warme schützende, stille spendende, schneeweiße Decke wartend.




Samstag, 18. Januar 2014

Warme Füße und Samstagskaffee

Nach 1,5 Stunden flotten Schrittes an der frischen Luft, mit blauem Himmel und strahlenden Sonnenschein, mit warmen Muskeln, warmen Füßen und klarem Kopf.


Mehr heiße Samstagsgetränke, bei Ninja.

Euch Allen ein schönes Wochenende!

Mittwoch, 15. Januar 2014

Mittwoch im Mittelpunkt - Schneerose

Mittwoch suche ich den Mittelpunkt.
Ist es die Arbeit, die Wäscheberge, abends ein schönes Buch, Musik oder ein Film zum abschalten, um weitermachen zu können, ein neues Rezept, was man kaum erwarten kann nachzukochen, eine neues Kleid, die Urlaubsplanung, ein tolles Gespräch, oder jemand, der unsere Aufmerksamkeit braucht, oder wir seine. Ist es etwas Schönes, Ärgerliches oder Ermüdendes? Einfach die Mitte eben.
Habt ihr Lust mitzumachen?
Ihr könnt einfach den Link zu Eurem Mittelpunkt-Post im Kommentar  hinterlassen.
Ich bin sehr gespannt was ihr so alles in der Mitte findet.

Puderig weißen Schnee konnte man diesen Winter bisher nur auf dem Weihnachtsgebäck bewundern. Die Frühlingsmonate sind gar nicht mehr so weit und die Temperaturen zaubern auch frühlingshafte Gefühle. Fast vergessen werden dabei die zauberhaften Winterblüher, die Schneerosen - auch Winterrosen, oder Christrosen genannt.

Ich habe sie für einige Tage in die Wohnung geholt, bevor sie ein, im Sommer schattiges Gartenplätzchen  bekommen.
Vielleicht kommt doch noch ein bisschen Schnee und sie können ihre hübschen Köpfchen aus einer wollweichen Schneedecke gegen die Wintersonne strecken. Kurz in den Mittelpunkt gestellt stillen sie die Sehnsucht nach weißer Winterromantik.



Die schlichte, heimische Schneerose - Helleborus Niger - ist ein fleißiger Januarblüher. Selbst bei frostigen Temperaturen öffnet sie ihre schneeweißen Blüten.
Es ist Liebe auf den ersten Blick, wenn man ihre elegante Blütenköpfe, im sonst kahlen winterlichen Garten entdeckt. Vernaschen sollte man sie trotzdem nicht. Ihre Blätter und Wurzeln sind hoch giftig.
Die Volksmedizin setzte sie nicht nur für Schnupftabak, sondern für zahlreiche Leiden ein, trotzdem wurde schon damals Vorsicht geboten: "Drei Tropfen machen rot, 10 Tropfen machen tot!"

Wir bewundern die Winterschönheit lieber aus einem gewissen Abstand.

Dienstag, 14. Januar 2014

Dreierlei Handkäs´

Bis vor Kurzem habe ich die Harzer Handkäserollen nicht wirklich wahrgenommen. Ich habe nicht mal einen großen Bogen um sie gemacht, nein, ich habe sie einfach ignoriert.
Der komisch aussehende gummiartige, muffige Magerkäse, mit 1 % Fettgehalt hat es noch nie in meinem Einkaufskorb geschafft. Bis letztes Wochenende im Harz.
Im Harz gab es natürlich Harzer Käse und zwar überall. Bereits am Frühstückstisch im Hotel und dann beinahe auf jeder Speisekarte, angefangen von Cafe, Gaststätte, Wanderlokal, Imbiss bis Restaurant, entdeckte man auf den ersten Blick mindestens ein Gericht mit der lokalen Spezialität.
Kurz vor der Abreise habe ich mich getraut und habe eine Kostprobe gewagt.
Was soll ich sagen? Er hat mich überrascht und wenigstens meine Aufmerksamkeit geweckt.

Gestern habe ich mich beim Einkauf mit zwei Rollen Handkäse erwischt.
Kurz darauf stand ich in der Küche und ließ das Messer über die leicht klebrige, fast durchsichtige Rollen gleiten.
Wir haben Freundschaft geschlossen, der Handkäs´ und ich.
(Der Rest der Familie beobachtet mal mehr, mal weniger Skeptisch meine kulinarischen Versuche)


Beim ersten Versuch war ich bemüht den etwas strengen Geschmack zu mildern und abzurunden.
Die dünne Käsescheibchen wanderten als Zutat in einem köstlich frischen Salat.



Salat mit Harzer Käse, Radicchio und Walnüsse

1 Harzer Käserolle in dünne Scheiben oder Streifen geschnitten. Einen kleinen, säuerlichen, geviertelten, entkernten Apfel und einige Radieschen auf dem Gemüsehobel hauchdünn hobeln. 2-3 Frühlingszwiebeln putzen und in dünne Scheibchen schneiden. Einen halben Radicchio waschen und in Streifen schneiden.
Eine handvoll Walnüsse in einer Pfanne trocken Rösten und grob hacken.

In einer Salatschüssel alles vorsichtig miteinander vermengen, Dressing drüber gießen und etwa 10 Minuten ziehen lassen.

Dressing:

3 Eßl. Raps oder Distelöl, 2 Eßl. Apfelessig, 1 Schuss naturtrüber Apfelsaft, Salz, Pfeffer und nach Belieben 1 Tl flüssiger Honig oder Rohrzucker.

In den äußeren Blätter der Radicchio,  mit frischem Bauernbrot servieren.

Beim zweiten Versuch sollte der kräftige Geschmack unterstützt werden.
Ich mischte einen kräftige, an Obazda erinnernden Brotaufstrich.



Brotaufstrich vom Harzer Käse

1 Harzer Käserolle und eine Schalotte, oder kleine rote Zwiebel ganz fein gehackt. Eine halbe Packung Frischkäse,  1-2 Eßl. weiche Butter, Salz, Pfeffer, edelsüß Paprikapulver und gemahlener Kümmel nach Geschmack.

Alles gut miteinander vermengen. Auf kräftigem Vollkornbrotscheiben streichen mit Radieschen, Schnittlauch oder Frühlingszwiebeln servieren.

Zum Schluss habe ich ihn in seiner Urform belassen und ganz traditionell Schmalzbrote damit belegt.
(Der vegetarische Zwiebelschmelz aus dem Reformhaus schmeckt auch ausgezeichnet dazu)



  Zwiebelringe, Walnüsse, oder Kümmel? Ich bin mittlerweile ganz offen für Harzer Käs´.




Montag, 13. Januar 2014

Sagenhafte Harzromantik

Manchmal reicht es wenn man sich  nur einige Schritte vom Haustür entfernt, um sagenhaft schöne Gegenden zu entdecken.


Am Wochenende mussten wir kaum länger, als eine Stunde fahren, um in den Märchen, Mythen und Sagen umwobenen Harz zu landen.


Kann mich kaum daran erinnern, wann ich zum letzten mal hier war. Einige Jahre sind es schon bestimmt. Warum bloß?

Berge und Täler, Wälder, Wanderwege, Bergbach, Wasserfall..... haben so viele Erinnerungen an meine Heimat, im ungarischen Mittelgebirge geweckt.




Schon als Kind habe ich es geliebt, stundenlang, leise horchend und still beobachtend mit meinem Vater durch die bergige Wälder zu wandern. Kaum eine Woche ist damals vergangen, ohne diese Waldgänge. Pilze, oder Blumen sammeln, Mufflons und Rotwild beobachten, Futterkrippen im kalten Winter füllen, röhrende Hirschen oder Vögel horchen, Feuersalamander und andere mittlerweile seltene Waldbewohner bewundern, Tierspuren deuten, die Köhler, oder Förster besuchen, mit Walderdbeeren sich satt essen, im eiskalten Bergbach baden..... Schöne gehütete, nach Moos und Laub duftende Kindheitsterinnerungen, die am Wochenende wieder so lebendig wurden.




Viele Wanderwege, Seilbahn, Thermalbäder und Bergwerk,  alte Kurorte mit schöner Architektur, verschlafene Dörfchen, Sterneküche, oder ehrliche harzer Hausmannskost, vier Sterne Hotel mit Wellnessprogramm, oder einfache Berghütte, Kulturprogramm, oder Harzromantik. Alles nur einen Sprung entfernt.


Gerne kommen wir wieder. Die Berge und Wälder rufen!


Freitag, 10. Januar 2014

Spielzeiten

Die Feiertage sind längst vorbei, Mama ist wieder in der Heimat, Emil hat die letzten, verlängerten Ferientage, die heftigen, gedankenraubenden Schulterschmerzen lassen langsam nach und die kleinen, bösen Viren verweilten zum Glück nur kurzfristig, als ungebetene Gäste.

Auch wenn das neue Jahr mehr Beschleunigung verlangt, musste das Tempo am Anfang, auch wenn unfreiwillig, gedrosselt werden.

Die Zugabe-Tage schenkten viel Zeit für lange-lange Spielnachmittage.
Monate im Schrank schlummernde Spiele stapelten sich auf Tischen und Boden und die Spielzeit wollte kein Ende mehr nehmen.




Besonders die schöne, alte vintage Spielsammlung bescherte uns mit einigen lustigen Stunden.


 Physiotherapeutisches Angeln und seelenbefreiendes Lachen sind die beste Therapie.


Genesung in Sicht! Ich hoffe man kann keine Spielvergiftung bekommen!

Donnerstag, 2. Januar 2014

Abschied und Neuanfang

Noch mal kurz über die Schulter blicken und die Weihnachtszeit mit einem zufriedenen Lächeln verabschieden, bevor der Alltag uns wieder voll im Griff hat.


John M. Armleder - All Night Party - Installation- Kunstverein Hannover


Der Weihnachtsbaum steht noch, wie jedes Jahr, bis zum 6. Dezember im vollen Glanz im Wohnzimmer und erinnert an die letzten schönen Jahrestage, die wir mit Familie, Freunden, Kunst, Kultur und gute Küche genossen haben.
2013 hatte schnelle Schuhe an und zog rasant, wie ein aus dem Fenster fliegender Christbaum an uns vorbei, hinterließ aber trotzdem viele lichtvolle, Momente und viele schöne Erinnerungen.


Ausstellung - Kunstverein Hannover - "Hängt hoch den Baum"


Wir heißen nun das neue Jahr willkommen.
Möge es viel Freude, Farbe, Licht, Energie und sprudelnde Kreativität bringen, aber auch Platz für Ruhe, Ausgeglichenheit, Stille und Innehalten den nötigen Platz einräumen.

Videostill - Kevin Schmidt- EDM House- Kunstverein Hannover


Ein Frohes neues Jahr wünsche ich Euch Allen!