Samstag, 20. Dezember 2014

Gewickelt, geschnürt, genadelt, geknotet....verpackt!

Endlich sind die Geschenke verpackt. Viel früher, als die Jahre davor und ich bin so stolz darauf. Passend zu unserem Weihnachtsbaum ganz natürlich dieses Jahr, aber liest doch mal einfach weiter bei Frau Stylingfieber, wo ich heute mit diesem Post ein Türchen an ihrem Adventskalender öffnen durfte.  Dort gibt es auch was feines zu gewinnen!






Ich wünsche Euch einen wunderschönen vierten Advent!

Und falls ihr Lust habt auf weitere Verpackungs-, Back- und Bastelideen, schaut mal hier vorbei.

Mittwoch, 26. November 2014

Gepudert und eingewickelt

Zum ersten mal in meinem Leben habe ich Stollen gebacken. Seit Jahren will ich schon den Versuch starten, aber dann blieb es doch immer bei den altbewährten, traditionellen ungarischen Mohn- und Walnussrollen. Als meine Freundin mit der Idee kam, gemeinsam Stollen zu backen, war ich gleich dabei. Gebacken haben wir nach diesem Rezept. Ja, unglaublich aufwändig, die Arbeit schon fast hochkonzentriert und mit Fingerspitzengefühl. Schließlich möchte man ja alles richtig machen. 
Es hat sich - zumindest nach dem Aussehen - gelohnt. Wie es schmeckt, werden wir erst Weihnachten erfahren.



Bis dahin liegen sie gut gebuttert und gepudert schön eingewickelt und in Leinentücher eingeschlagen im kühlen Wäschekammer und dürfen langsam das volle Aroma entwickeln. 
Und weil es so viel Spaß gemacht hat werde ich mit dem traditionellen Rezept etwas experimentieren und am Wochenende einen Cranberry-Marzipanstollen backen. Morgen muss ich mit den Vorbereitungen anfangen, die Zubereitungszeit liegt nämlich zwischen  51,5 und 75,5 Stunden. Vielleicht lasse ich noch einen Stück Teig über und backe zum Sofortverzehr noch einen Kartoffelkuchen. 


Ab dieses Jahr wird eine weitere Tradition weitergeführt.  Stollenbacken für die Weihnachtszeit! Die Ungaren bleiben natürlich. Sie werden kurz vor den Festigkeiten gebacken. 

Dienstag, 25. November 2014

Winterfenster

Es ist noch November, also Spätherbst. Ich verweile gerne bis zu den allerletzten Tagen mit den Jahreszeiten und lasse sie ungern zu früh weiterziehen, gerade wenn sie sich von ihrer schönsten Seite zeigen. So ist es mit diesem goldenen Herbst auch. Er ist immer noch zu bunt und sanft, um einfach Adieu zu sagen, aber am Sonntag ist erster Advent und Advent ist im Winter, mit oder ohne Schnee.

Die Stadt wird schon seit Wochen geschmückt und verwandelt sich in ein Lichtermeer, die Weihnachtsbuden und Karussel sind aufgestellt und warten auf ihre offizielle Eröffnung. Die Schaufenster präsentieren sich von ihrer schönsten Seite und versprechen eine zauberhafte Weinhachtszeit.

Dieses Jahr durfte ich wieder eine Winterlandschaft auf eine Scheibe pinseln - diesmal für den schönen Schuhladen Lia´s in Hannover - und damit den Winter richtig zur Schau zu stellen. Wenn der Nikolaus die vielen hübschen Schuhe durch das winterliche Schaufenster entdeckt, wird er bestimmt die neuen kleinen und großen Besitzer suchen.


Die erste weiße Scheibenmalerei habe ich 2010 für unseren damals noch bestehenden kleinen Laden gemacht und hier im Blog gezeigt. Dieses Bericht ist der beliebteste Post auf meinem Blog. Selbst mein Engelfenster ein Jahr später steht dem ersten im Schatten.

Seitdem habe ich schon einige Schaufenster für verschiedene Läden bemalt, aber die Lieblingsmotive bleiben in dieser Jahreszeit  immer der Winterwald mit seinen Tieren.


Reelein und Schnee-Eule dürfen nie fehlen. Die sind die Favoriten der meisten Kinder.


Auch Hasen und Eichhörnchen finden meist ein Plätzchen.




Vielleicht kommen nächstes mal Fuchs und Dachs dazu, oder eine Schneekönigin?
Ich liebe diese Schaufenstermalerei.
Das Schöne ist daran, dass man sie mit wenig Aufwand in ein Frühlingsbild verwandeln kann, wenn die Zeit gekommen ist.

Jetzt muss ich wirklich anfangen, um pünktlich zum ersten Advent auch unserer Wohnung ein wenig Winterpracht zu verleihen. Ab dann darf es dann langsam das Weihnachts- und Wintergefühl wachsen.


Dienstag, 18. November 2014

Pastinakencremesuppe mit Petersilien Gremolata

Kaum, dass ich gestern meine Hymne über den schönen goldenen Herbst ausgesprochen habe, zeigt er sich von seiner anderen Seite. Nass, regnerisch, windig, kalt und dunkel, als ob er jetzt sagen wollte: jetzt ist Schluss mit Lustig. Macht euch bereit auf meinen Winterfreund!
Wir taten es mit einem warmen Süppchen. Fein duftend, cremig, heiß und wunderbar aromatisch. Vielleicht stimmt es sogar den November um und er reicht seinen Jahreszeitenstab ganz sanft weiter. 



3 Pastinaken (etwa 500-600 gr) schälen und in kleine Würfel schneiden. 2 Schalotten oder eine Zwiebel fein hacken. Die gehackte Zwiebel in etwa 2 EL Butter glasig dünsten. Von den Pastinaken eine gute Handvoll beiseite stellen, den Rest zu den Zwiebeln geben und einige Minuten mitdünsten, Mit 100 ml Weißwein ablöschen, einmal kurz aufkochen und mit 500 ml Gemüsebrühe aufgießen und bei kleiner Hitze in etwa 20 Minuten weich garen. 
Das ganze mit dem Pürierstab cremig-weich pürieren, mit Salz, Pfeffer und etwas Muskat und ein Spritzer Zitronensaft abschmecken, falls sie zu dickflüssig sein sollte, mit Brühe angießen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. (Die Suppe sollte nicht zu flüssig werden). Einmal kurz aufkochen. Die Sahne halbsteif schlagen und kurz vor dem Servieren vorsichtig unter die Suppe heben. Etwas von den gerösteteten Pastinakenwürfelchen auf die Suppe geben und mit dem Gremolata servieren. 

Die handvoll beiseite gestellte Pastinakenwürfel in 1 EL Butter goldbraun rösten. 

Für die Gremolata eine Knoblauchzehe und ein Bund glatte Petersilie ganz fein hacken, die Schale von einer Biozitrone abreiben und das ganze mit 3 Eßl Olivenöl mischen. 

Die Suppe lässt sich auch genauso gut mit Petersilienwurzel zubereiten. 

Montag, 17. November 2014

Herbstzeiten

Langsam, gemächlich, sanft und wunderschön zieht der Herbst dieses Jahr an uns vorbei.



Kann mich gar nicht erinnern, jemals so viel Zeit in dieser Jahreszeit im Freien verbracht zu haben, wie dieses Jahr.


Wir haben jede freie Minute genutzt, um rauszugehen. Raus aus der Wohnung und raus aus der Stadt, um Wanderungen in Herbstwäldern, lange Spaziergänge auf unendlichen Feldern, Wiesen und Seen zu genießen, und ein wenig inne zu halten.



Kürbis-Apfel- und andere Hoffeste bereicherten die Wochenenden und ihre Gaben unseren Speiseplan.


Vieles haben wir neu- und so Einiges wiederentdeckt.
Man sehnt sich so oft in die Ferne, ohne einen Blick für die Schönheiten vor der eigenen Haustür zu werfen. Diesmal haben wir so einiges nachgeholt.



Nun segelt das Jahreszeitenboot weiter Richtung Winter.



Die Tage werden immer kürzer und kühler, die Schatten schon früh ganz lang.  



Wir werden uns vielleicht öfter in die Schutz der eigenen vier Wände zurückziehen müssen, aber bis dahin genießen wir die allerletzten Momente des goldenen Spätherbstes.



Der Alltag mit unserem Schulkind, Hund und die analogen Momente fordern momentan etwas mehr Zeit ein. Für lange Blogbeiträge und tolle Fotos fehlte oft die Zeit und Energie. Ich versuche wieder regelmäßig hier zu berichten. Bei Instagram gibt es aber fast täglich einige Schnappschüsse, wie diese. Freu mich, wenn ich dort auch vorbeischaut.

Liebe Grüße und einen schönen Herbstausklang wünsche ich Euch!

Mittwoch, 12. November 2014

Mittwoch im Mittelpunkt - Lichterfest



St Martin kam gestern vorbei, sein Weg wurde mit vielen hübschen Lichtern beleuchtet.

Schön ist es an den frühen dunklen Tagen den leuchtenden Laternen zu folgen.
Viele Martins- und Laternenumzüge - mit und ohne Pferd, kleine und riesengroße, in Parks und Straßen, von Kirchen, Stadt, Stadtteilen, Schulen und Kindergärten organisiert, mit Spielmannszug, Blasorchestern, mal mehr, mal weniger singend mit vielen bunten, kreativen oder gekauften Laternen, Leuchtstäben und Flackerbändern  - zogen in den letzten Wochen vorbei. Eine besondere Stimmung liegt in der Luft, wenn unzählige kleine Lichter die dunklen Wege beleuchten, auch wenn nur wenig Kerzenlicht flattert.


Besonders schön fand ich gestern Emils erstes Martinsfest in der (waldorf)Schule.
Schon vor dem Ferien wurden die Laternen im Unterricht gebastelt und warteten dort bis zum Festanfang auf ihre stolze Besitzer.



Die Zweitklässler spielten für die erste Klasse, für Eltern und Geschwistern, als kleines Theaterstück die Martinsgeschichte vor. Nächstes Jahr dürfen die Kleinen vorne stehen. Dann sind sie schon groß und werden die langen Reimtexte und Lieder auswendig können und vielleicht sogar als Musikanten die begleiten zu können.
Wenig später zog die singende Lichterschar durch die Wiesen um die Schule. Auf den dunklen Wegen waren wir auf das flackernde Kerzenlicht in den Laternen wirklich angewiesen, die Schritte musste man in der Dunkelheit langsam und behutsam setzen.

Der Nachtwächter wartete auf seine kleinen Mitarbeiter auf dem Schulhof, erzählte noch eine Geschichte von seinem Raben, dem Rathausturm und den Stadtlichtern.
Natürlich bekam er als Dankeschön noch ein kleines Ständchen und wurde mit den duftenden, vom Erstklässler am Vormittag frisch gebackenen Brötchen bewirtet, bevor der Rest aus den großen Körben in kleine, teilende Hände wanderte.


So zog St. Martin vorbei und nahm die goldenen, milden Herbsttage mit sich.
Ich wünsche Euch noch einige letzte schöne Novembertage, bis bald die Adventssterne leuchten.

Mittwoch suche ich den Mittelpunkt.
Ist es die Arbeit, die Wäscheberge, abends ein schönes Buch, Musik oder ein Film zum abschalten, um weitermachen zu können, ein neues Rezept, was man kaum erwarten kann nachzukochen, eine neues Kleid, die Urlaubsplanung, ein tolles Gespräch, oder jemand, der unsere Aufmerksamkeit braucht, oder wir seine. Ist es etwas Schönes, Ärgerliches oder Ermüdendes? Einfach die Mitte eben.
Habt ihr Lust mitzumachen?
Ihr könnt einfach den Link zu Eurem Mittelpunkt-Post im Kommentar  hinterlassen.
Ich bin sehr gespannt was ihr so alles in der Mitte findet.

Montag, 10. November 2014

Kürbis Ravioli

Selbstgemachte, frische Nudeln sind eher weniger für die heutige Alltagsküche geeignet, umso besonderer sind sie, wenn man ab und an am Wochenende die Zeit nimmt den Teig zu kneten, auszurollen, zu formen, oder sogar zu füllen.
Wir haben gestern die Herbstferien mit den selbstgemachten Kürbisraviolis feierlich verabschiedet. 



Bei uns hat sich die wunderbare Arbeitsaufteilung bewährt: die Männer kümmern sich um den Nudelteig, Mama um die Füllung, oder Soße. 
Solltet ihr alleine in der Küche stehen, ist es sinnvoll mit den Kürbissen anzufangen. 

Kürbisfüllung:

Einen halben Muskatkürbis, oder einen Hokkaido (vielleicht habt ihr auch andere schmackhafte Kürbissorten?) ungeschält in Spalten schneiden und mit einem geschälten und gewürfelten Süßkartoffel, einer geschälten, geviertelten roten Zwiebel und 4-5, in der Schale gelassenen Knoblauchzehen auf einen Backblech setzen. 
1 TL Koriandersamen, 1 TL Fenchelsamen, ein Stückchen getrocknete Chilischoten, einige Pfefferkörner und 1 TL Meersalz im Mörser zerstoßen, mit einem guten Schuss Olivenöl zu einer Paste mischen und auf den Kürbis-Süßkartoffelstücken verteilen. 
Backblech in den 220 Grad vorgeheizten Ofen schieben und in etwa 30 Minuten schön weich backen und anschließend auskühlen lassen. Die weichgewordene Knoblauchzehen aus der Schale auf die Kürbisse drücken. Den gesamten Blechinhalt in eine Schale geben und mit einem Kartoffelstampfer oder Pürierstab alles fein zerdrücken. Mit einer Prise Muskat und einer Handvoll geriebener Parmesan abschmecken und bereit Stellen. 

Nudelteig:

500 g Mehl und 5 große Eier zu einer glatten, geschmeidigen Teig verarbeiten und mit einer Schüssel zugedeckt, eine halbe Stunde stehen lassen.

Kleine Köche übernehmen gerne das Qualitätsmanagement und prüfen fleißig die Geschmeidigkeit und Kochzeiten schon im Voraus. Selbst gedrehte, frisch ausgekochte Pasta mit einem Stückchen Butter und Parmesan macht nicht nur stolz, die ist unwiderstehlich und stillt den ersten (oder ganzen) Hunger.


Den Teig Portionsweise mit dem Nudelholz, oder etwas schneller, mit der Nudelmaschine dünn ausrollen. Auf den Teigstreifen gehäufte teelöffelweise die Kürbismasse verteilen. 

 . 

Mit einem zweiten Streifen abdecken, die Ränder fest drücken, mit einem Rollschneider in einzelne Stücke schneiden, oder mit einem Raviolistecher ausstechen. 


Ist der gesamte Teig verarbeitet, die Raviolis in sprudelndem  Salzwasser auskochen. 
In Salbeibutter geschwenkt, mit Parmesan und gerösteten Pinienkernen servieren. Köstlich!



Ist noch etwas Kürbismasse übrig? Als Brotaufstrich,  in Filo- Blätter- oder Hefeteig gefüllt verwandeln sie sich in köstliche kleine Täschchen. 

Lasst Euch schmecken!



Freitag, 7. November 2014

....da unten leuchten wir



Bald leuchten wieder die Laternen.
Wir haben unsere vom letzten Jahr schon vor einigen Wochen neu aufleben lassen und auf die Reise geschickt. Jetzt leuchten sie gleich auf einer Doppelseite in der aktuellen Nido Ausgabe, mit anderen von Künstlern geschaffenen Laternen um die Wette.


Neben leuchtende Laternen findet man weitere tolle Ideen, um die letzten Herbsttage in vollen Zügen zu genießen. Tolle Tipps zum Drachenfliegen und eine Reihe lustig inszenierte Suppen Stars warten auf Entdeckung und Nachahmung.


Donnerstag, 6. November 2014

NovemberKINDERkunst

St Michael bekämpfte seinen Drachen und eröffnete den Saison. Halloween huschte vor einigen Tagen fast an uns vorbei. Klappernde Skelette, weiße Geisterwesen, Superhelden schrien nach Süßem und drohten mit Saurem.
Ich muss zugeben, ich habe mich mit der Gesellschaft noch nicht ganz angefreundet, auch wenn sie Jahr für Jahr immer näher an uns rumgeistern.
Die letzten Oktober und die ersten November Tage sind bei mir tief mit Erinnerungen und Stillehalten verankert. Bräuche und Traditionen ändern sich aber. Manche verschwinden fast unbemerkt, andere nehmen ihre Stellen unbekümmert an.
Vielleicht muss ich lernen, beiden Platz zu gewähren.

Die Frage über Tod und Vergänglichkeit bleibt auch beim kleinen Folk nicht aus, gerade in dieser Zeit nicht.
Dieses Jahr suchten wir unsere Antworten in der Kunst.
Wir Geisterten im Kunstmuseum umher, blätterten in Kunstbänden und stellten uns die Frage, wie und warum Künstler das Leblose, das Vergängliche in ihren Werken verewigen.
Verwesende Tiere, verwelkte Blumen, verschimmeltes Obst, Totenköpfe und Tierschädel neben frischen Blumen und knackiges Gemüse. Ist eine abgeschnittene Blume noch lebendig? Ist die schöne, gefundene Muschel am Strand tot? Steckt im toten auch Leben und im Leben was totes? Ist es eklig sowas in Bildern festzuhalten?
Laute Fragen und Antworten. Manche abgeschlossen, einige blieben offen.


 So entstand diese Assemblage mit Emil - "Ein Totenkopf braucht nichts mehr zum essen"


Ein Totenkopf nicht, aber wir, so vernaschten wir unsere knusprigen Seelenbrote zum Abschluss.

Freitag, 26. September 2014

Wachmacher - Matebrause

Nach einigen Jahren Pause sind wir nun seit fast zwei Wochen wieder in die Schulmaschinerie eingespannt. Der Wecker klingelt 45 Minuten früher, es gibt keine Trödelei und kein gemütliches Kaffeetrinken beim Vorlesen. Es geht alles zügig mit Tempo! Man kann nicht sagen: "Ach, heute kommen wir eben etwas später".

Früher ins Bett gehen schaffe ich es trotzdem nicht. Unsere Kurse laufen bis 21 Uhr und wenn ich dann nach Hause komme, ist mein Kopf voller Bilder, Fragen, Ideen und ich brauche Zeit in den Feierabenmodus zu schalten. So werden nach täglich 6,5 Stunden Schlaf, oder eher 1,5 Stunden Schlafmangel Tag für für Tag die Augenringe dunkler. Bis Ende der Woche bekomme ich eine leichte Gesichtsstarre dazu. 
Die erste doppelte Koffeindosis hilft mir meist über die Morgenstunden. Am liebsten hätte ich sie intravenös gleich mit dem ersten Weckerton gereicht. 

Um nicht die Esspressokanne zum Schmelzen zu bringen, greife ich zu verschiedenen Muntermachern. 

Im Sommer und auch auf unserer Hochzeit war die Matebrause das beliebteste Erfrischungsgetränk, jetzt ist sie zur Rettungsdrink geworden. 
Löscht den Durst, macht wach, ist leicht prickelnd, erfrischend und ist schnell zuzubereiten. 
Hilft garantiert einige Stunden sich wach zu fühlen. Nur gegen Augenringe hilft sie leider nicht. 
Vielleicht müsste ich einen sprudelnden Mate-Gesichtsbad vornehmen. 
Bevor ich aber meinen Kopf in den Teetopf stecke, hinterlasse ich Euch das Rezept - nur für den Fall, falls ich nicht alleine sein sollte mit der Müdigkeitssyndrom.




Etwa einen Teelöffel Mateblätter ( z. B aus dem Reformhaus) pro Tasse Rechnen.
Für 1 l Tee: 5 gehäufte Tl grüne Mateblätter, 200 ml kochendes Wasser, für die Süße Honig, Zucker o.ä, frisch gepresster Zitronensaft, Soda oder Mineralwasser mit Kohlensäure.

Teeblätter, wie üblich mit dem kochendem Wasser übergießen, 7-10 Minuten ziehen lassen. Den Teekonzentrat etwas auskühlen lassen, dann beliebig süßen, mit frisch gepresster Zitronensaft abschmecken (kann alles ruhig etwas konzentrierter sein) und wenn es richtig ausgekühlt ist, mit Soda- oder Mineralwasser aufgießen.



Mateblätter kann man öfter aufgießen und sie schmecken auch als heißer Teeaufguss an kühlen Tagen.
Den Blättern werden eine Reihe heilende Wirkungen zugeschrieben. So sollen sie anregend sein für Nerven, Muskel, Stoffwechsel, sind verdauungsfördernd, leistungsstärkend, hungerstillend und angebliche Schlankmacher.
Die kreislaufstärkenden und aktivierenden Eigenschaften verdankt der Matetee dem Koffeinhgehalt.
Somit ist es leider kein Getränk für Kinder.
Weil die Kleinen aber einen Britzeltee ganz schön spannend, aber ziemlich gemein finden, dass es nur Erwachsenen vorbehalten ist,  habe ich einen Kindertee-Limo auf gleiche Weise, aus einem duftenden, Rooibos-Kräuter-Früchteteemischung zubereitet.


Der Sprudeltee war ein voller Erfolg und die Kleinen fühlten sich ganz groß.

P. S. Kopfstand hilft wunderbar und schnell aus der Müdigkeitsfalle rauszukommen und bei regelmäßiger Anwendung sogar gegen Augenringe.
Also, Kopfstehen, Lachen und Matetee schlürfen!

Ich wünsche Euch einen sprudelnden Freitag mit frischem Kopf!



(Fotos: Yannick Schuette Photograhie)










Montag, 15. September 2014

Cote d´ Opale

So schnell waren die 8 Tage vorbei! Nun hat uns der Alltag wieder fest im Griff. Es bleiben aber die schöne Erinnerungen an eine traumhafte Landschaft, kulinarische Köstlichkeiten, nette Menschen, sanfte Farben, Felder, Felsen, Dünen, Sand, Muscheln, Wind, Wasser, Kühe und so vieles Mehr.



Die Nord-Pas-de-Calais gehört immer noch zu den weniger bekannten französischen Urlaubsparadiese. Zwar hat der 2007 gedrehte Kino- Klassenschlager, Willkommen bei den Chti´s, den Bekanntheitsgrad und die Tourismusquote für eine Weile stark erhöht, langsam wird es aber wieder ruhiger um den Norden. Die meisten Touristen haben den stark riechenden Käse und die Fritten mit Frikandel probiert, Glockenspiele und den starken Akzent gelauscht, Filmdrehorte aufgesucht und vielleicht sogar das Käsebrot in den Kaffee getunkt. Viele machen wieder Urlaub in wärmere Gegenden.


Wir fuhren die erste Septemberwoche an die Opalküste in ein winziges Dörfchen, Widehem, 6 km vom Strand in eine sanfte Hügellandschaft gebettet.

Die Gegend bietet viele Möglichkeiten, ob sportlich, kulinarisch, kulturell, geschichtlich oder auf den Pfaden der Natur. Wir hatten von Allem ein bisschen, aber die meiste Zeit genossen wir die sanften Hügel, die unendlich langen Strände bei Ebbe, wir wanderten mit Hund und Kind Kilometer im Watt, in den Dünen und am Felsen entlang, ließen unsere Lungen vom frischen Wind und salzige Meeresluft durchpusten, stärkten uns in klitzekleine Orten mit Fisch, Meeresfrüchten und heimischen Spezialitäten, schlenderten über Wochen- und Fischmärkte und kauften regionale Produkte, die wir kaum noch tragen konnten, versüßten einige Stündchen in hübsche Urlaubsstädtchen mit puppenhafte Belle Epoque Architektur und Konditorenkunst. Abends kehrten wir zwischen die leicht wogende Hügel zurück und genossen die Stille.



Wunderschön ist die Landschaft in dieser Zeit.  Die Felder sind abgeerntet, die Gräser wiegen in zarten Spätsommer-Farben. Vieles ist schon verblüht, vertrocknete Samenstände zeichnen grafische Muster.


Der Wind sorgt für ständig neue Haarkreationen, es ist frisch, mild und die Landschaft oft in ein dunstiger Nebelschleier gehüllt, wodurch die Konturen verschwimmen und alles so weich und geheimnisvoll wirkt.


Selbst die Nachsaison-Touristen sind in dieser Zeit auf der Heimreise, die Strände gehören wieder den Einheimischen. Die letzten Strandsegler werden eingeräumt, die Frittenbuden gesäubert und geschlossen,  man sucht im Schlick endlich in Ruhe nach Herzmuscheln, neue Bojen werden gesetzt, man spielt Bowle mit Freunden im festen Sand.


Wir mussten schweren Herzens auch weiterziehen, aber wir kommen gerne wieder. Wir haben Land und Leute ins Herz geschlossen. Selbst für ein verlängertes Wochenende lohnt es sich hinzufahren. Aus Norddeutschland fast nur ein Katzensprung die wirklich Opalblau schimmerne Küste.

Freitag, 29. August 2014

Samstagskaffee - Espresso- Mobil

Ich schicke diese Bilder schon in die Samstagskaffee Runde.

Der Kaffeewagen war nicht nur bei den Erwachsenen ein Hit. Die Kinder hatten fast alle einen Kakao oder Milchschaumbart.
Unser Kaffeemann zauberte ein Getränk nach dem anderen. Während der Wartezeit entwickelten sich nette Gespräche unter den Gästen, man schlenderte mit einer Tasse durch den Garten, oder man verweilte sich auf der Gartenbank sitzend und genoss den frisch zubereiteten, duftenden Kaffee, oder man führte fachmännische Gespräche über dem schwarzen Gebräu.







Mein Samstagskaffee werde ich jetzt in einer Raststätte zwischen Deutschland und Frankreich schlürfen. Sicherlich nicht so lecker und aromatisch, wie vor 3 Wochen, aber die Vorfreude auf den Urlaub lässt sogar Raststättenkaffee gut schmecken.
In einer Woche bin ich wieder da und ich freu mich schon wieder darauf in euer Blogs zu lesen. Bis dahin bedanke ich mich bei Euch für die lieben Kommentare und entschuldige mich vielmals, dass ich noch keine Antworten bei Euch hinterlassen habe.

Liebe Grüße, lasst den Samstagskaffee gut schmecken!


(Alle Bilder Yannick Schütte Photografie)

Mittwoch, 27. August 2014

Blumen, Deko und Hochzeitshelden

Ninotschka ist dienstags auf Heldensuche. Meine Helden dieses Sommers sind meine Freundinnen, meine Töchter und meine Schwester, die dafür gesorgt haben, dass unsere Hochzeitsdekoration meine Wünsche und Träume übertroffen hat. So schicke ich diese Bilder mitten in den Konfettiregen und danke damit für die unermüdliche Hilfe der kreativsten Mädels!


In Nachtarbeit bastelten wir Pom-poms, rissen wir zarte Seidenbänder aus langen Stoffbahnen, um sie auf Lampenskelette,


  Stöcke und um Laternen zu binden und sie im leichten Sommerwind tanzen zu lassen.





Wochen davor habe ich schon angefangen alte, gehäkelt Spitzendecken und Baumwollgardinen auf Flohmärkten und beim Trödler zu sammeln. Sie verliehen dank gekonnter Platzierung von meiner Freundin Yvonne, den kräftigen Baumstamm eine gewisse Festlichkeit, wurden in Girlanden verwandelt und schmückten die Pavillons, die uns vor dem vorhergesagten Sommerregen schützen sollten. Die Regentropfen blieben zum Glück aus, unter den Pavillons und Schirmen ließ sich gemütlich Speisen.

Die transparenten Tücher flatterten an Zelten,



neben ungarischen, bestickten Tüchern an unserem Altar,


oder vor dem DJ-Pult



Die verspielte Sommerblumen in unzählige  kleine Vasen arrangierte meine Freundin Krisztina.


Die elegante, alte, traumhafte Leinendamast Tischwäsche und Bauernsilber-Leuchter kamen von meiner Trauzeugin Annika. Ohne ihre Hilfe wäre vieles nicht so schön geworden.


Aus dem Garten ihrer Mama kamen frisch gepflückt die meisten Blumen. 


Für meinen Brautstrauss holten wir  die Kamille und Schleierkraut  in aller Frühe mit meiner Schwester vom Markt und banden wir sie zu einem runden, einfachen Sträusschen. Restliche Blüten wurden in Haare und Knopflöcher gesteckt und auf dem Weg zum Altar verstreut.





Meine Freundin Susanne faltete mit meinem kleinen Patentöchter die rosa-roten Kraniche, als Symbol für eine lange Partnerschaft. Sie tanzten gleich beim Eingang, als Willkommensgruß.


Ja, sie sind wirklich die Heldinnen des Sommers und die Heldinnen unserer Hochzeit!



(Alle Bilder von Yannick Schütte Photografie)