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Freitag, 26. September 2014

Wachmacher - Matebrause

Nach einigen Jahren Pause sind wir nun seit fast zwei Wochen wieder in die Schulmaschinerie eingespannt. Der Wecker klingelt 45 Minuten früher, es gibt keine Trödelei und kein gemütliches Kaffeetrinken beim Vorlesen. Es geht alles zügig mit Tempo! Man kann nicht sagen: "Ach, heute kommen wir eben etwas später".

Früher ins Bett gehen schaffe ich es trotzdem nicht. Unsere Kurse laufen bis 21 Uhr und wenn ich dann nach Hause komme, ist mein Kopf voller Bilder, Fragen, Ideen und ich brauche Zeit in den Feierabenmodus zu schalten. So werden nach täglich 6,5 Stunden Schlaf, oder eher 1,5 Stunden Schlafmangel Tag für für Tag die Augenringe dunkler. Bis Ende der Woche bekomme ich eine leichte Gesichtsstarre dazu. 
Die erste doppelte Koffeindosis hilft mir meist über die Morgenstunden. Am liebsten hätte ich sie intravenös gleich mit dem ersten Weckerton gereicht. 

Um nicht die Esspressokanne zum Schmelzen zu bringen, greife ich zu verschiedenen Muntermachern. 

Im Sommer und auch auf unserer Hochzeit war die Matebrause das beliebteste Erfrischungsgetränk, jetzt ist sie zur Rettungsdrink geworden. 
Löscht den Durst, macht wach, ist leicht prickelnd, erfrischend und ist schnell zuzubereiten. 
Hilft garantiert einige Stunden sich wach zu fühlen. Nur gegen Augenringe hilft sie leider nicht. 
Vielleicht müsste ich einen sprudelnden Mate-Gesichtsbad vornehmen. 
Bevor ich aber meinen Kopf in den Teetopf stecke, hinterlasse ich Euch das Rezept - nur für den Fall, falls ich nicht alleine sein sollte mit der Müdigkeitssyndrom.




Etwa einen Teelöffel Mateblätter ( z. B aus dem Reformhaus) pro Tasse Rechnen.
Für 1 l Tee: 5 gehäufte Tl grüne Mateblätter, 200 ml kochendes Wasser, für die Süße Honig, Zucker o.ä, frisch gepresster Zitronensaft, Soda oder Mineralwasser mit Kohlensäure.

Teeblätter, wie üblich mit dem kochendem Wasser übergießen, 7-10 Minuten ziehen lassen. Den Teekonzentrat etwas auskühlen lassen, dann beliebig süßen, mit frisch gepresster Zitronensaft abschmecken (kann alles ruhig etwas konzentrierter sein) und wenn es richtig ausgekühlt ist, mit Soda- oder Mineralwasser aufgießen.



Mateblätter kann man öfter aufgießen und sie schmecken auch als heißer Teeaufguss an kühlen Tagen.
Den Blättern werden eine Reihe heilende Wirkungen zugeschrieben. So sollen sie anregend sein für Nerven, Muskel, Stoffwechsel, sind verdauungsfördernd, leistungsstärkend, hungerstillend und angebliche Schlankmacher.
Die kreislaufstärkenden und aktivierenden Eigenschaften verdankt der Matetee dem Koffeinhgehalt.
Somit ist es leider kein Getränk für Kinder.
Weil die Kleinen aber einen Britzeltee ganz schön spannend, aber ziemlich gemein finden, dass es nur Erwachsenen vorbehalten ist,  habe ich einen Kindertee-Limo auf gleiche Weise, aus einem duftenden, Rooibos-Kräuter-Früchteteemischung zubereitet.


Der Sprudeltee war ein voller Erfolg und die Kleinen fühlten sich ganz groß.

P. S. Kopfstand hilft wunderbar und schnell aus der Müdigkeitsfalle rauszukommen und bei regelmäßiger Anwendung sogar gegen Augenringe.
Also, Kopfstehen, Lachen und Matetee schlürfen!

Ich wünsche Euch einen sprudelnden Freitag mit frischem Kopf!



(Fotos: Yannick Schuette Photograhie)










Montag, 15. September 2014

Cote d´ Opale

So schnell waren die 8 Tage vorbei! Nun hat uns der Alltag wieder fest im Griff. Es bleiben aber die schöne Erinnerungen an eine traumhafte Landschaft, kulinarische Köstlichkeiten, nette Menschen, sanfte Farben, Felder, Felsen, Dünen, Sand, Muscheln, Wind, Wasser, Kühe und so vieles Mehr.



Die Nord-Pas-de-Calais gehört immer noch zu den weniger bekannten französischen Urlaubsparadiese. Zwar hat der 2007 gedrehte Kino- Klassenschlager, Willkommen bei den Chti´s, den Bekanntheitsgrad und die Tourismusquote für eine Weile stark erhöht, langsam wird es aber wieder ruhiger um den Norden. Die meisten Touristen haben den stark riechenden Käse und die Fritten mit Frikandel probiert, Glockenspiele und den starken Akzent gelauscht, Filmdrehorte aufgesucht und vielleicht sogar das Käsebrot in den Kaffee getunkt. Viele machen wieder Urlaub in wärmere Gegenden.


Wir fuhren die erste Septemberwoche an die Opalküste in ein winziges Dörfchen, Widehem, 6 km vom Strand in eine sanfte Hügellandschaft gebettet.

Die Gegend bietet viele Möglichkeiten, ob sportlich, kulinarisch, kulturell, geschichtlich oder auf den Pfaden der Natur. Wir hatten von Allem ein bisschen, aber die meiste Zeit genossen wir die sanften Hügel, die unendlich langen Strände bei Ebbe, wir wanderten mit Hund und Kind Kilometer im Watt, in den Dünen und am Felsen entlang, ließen unsere Lungen vom frischen Wind und salzige Meeresluft durchpusten, stärkten uns in klitzekleine Orten mit Fisch, Meeresfrüchten und heimischen Spezialitäten, schlenderten über Wochen- und Fischmärkte und kauften regionale Produkte, die wir kaum noch tragen konnten, versüßten einige Stündchen in hübsche Urlaubsstädtchen mit puppenhafte Belle Epoque Architektur und Konditorenkunst. Abends kehrten wir zwischen die leicht wogende Hügel zurück und genossen die Stille.



Wunderschön ist die Landschaft in dieser Zeit.  Die Felder sind abgeerntet, die Gräser wiegen in zarten Spätsommer-Farben. Vieles ist schon verblüht, vertrocknete Samenstände zeichnen grafische Muster.


Der Wind sorgt für ständig neue Haarkreationen, es ist frisch, mild und die Landschaft oft in ein dunstiger Nebelschleier gehüllt, wodurch die Konturen verschwimmen und alles so weich und geheimnisvoll wirkt.


Selbst die Nachsaison-Touristen sind in dieser Zeit auf der Heimreise, die Strände gehören wieder den Einheimischen. Die letzten Strandsegler werden eingeräumt, die Frittenbuden gesäubert und geschlossen,  man sucht im Schlick endlich in Ruhe nach Herzmuscheln, neue Bojen werden gesetzt, man spielt Bowle mit Freunden im festen Sand.


Wir mussten schweren Herzens auch weiterziehen, aber wir kommen gerne wieder. Wir haben Land und Leute ins Herz geschlossen. Selbst für ein verlängertes Wochenende lohnt es sich hinzufahren. Aus Norddeutschland fast nur ein Katzensprung die wirklich Opalblau schimmerne Küste.

Freitag, 29. August 2014

Samstagskaffee - Espresso- Mobil

Ich schicke diese Bilder schon in die Samstagskaffee Runde.

Der Kaffeewagen war nicht nur bei den Erwachsenen ein Hit. Die Kinder hatten fast alle einen Kakao oder Milchschaumbart.
Unser Kaffeemann zauberte ein Getränk nach dem anderen. Während der Wartezeit entwickelten sich nette Gespräche unter den Gästen, man schlenderte mit einer Tasse durch den Garten, oder man verweilte sich auf der Gartenbank sitzend und genoss den frisch zubereiteten, duftenden Kaffee, oder man führte fachmännische Gespräche über dem schwarzen Gebräu.







Mein Samstagskaffee werde ich jetzt in einer Raststätte zwischen Deutschland und Frankreich schlürfen. Sicherlich nicht so lecker und aromatisch, wie vor 3 Wochen, aber die Vorfreude auf den Urlaub lässt sogar Raststättenkaffee gut schmecken.
In einer Woche bin ich wieder da und ich freu mich schon wieder darauf in euer Blogs zu lesen. Bis dahin bedanke ich mich bei Euch für die lieben Kommentare und entschuldige mich vielmals, dass ich noch keine Antworten bei Euch hinterlassen habe.

Liebe Grüße, lasst den Samstagskaffee gut schmecken!


(Alle Bilder Yannick Schütte Photografie)

Mittwoch, 27. August 2014

Blumen, Deko und Hochzeitshelden

Ninotschka ist dienstags auf Heldensuche. Meine Helden dieses Sommers sind meine Freundinnen, meine Töchter und meine Schwester, die dafür gesorgt haben, dass unsere Hochzeitsdekoration meine Wünsche und Träume übertroffen hat. So schicke ich diese Bilder mitten in den Konfettiregen und danke damit für die unermüdliche Hilfe der kreativsten Mädels!


In Nachtarbeit bastelten wir Pom-poms, rissen wir zarte Seidenbänder aus langen Stoffbahnen, um sie auf Lampenskelette,


  Stöcke und um Laternen zu binden und sie im leichten Sommerwind tanzen zu lassen.





Wochen davor habe ich schon angefangen alte, gehäkelt Spitzendecken und Baumwollgardinen auf Flohmärkten und beim Trödler zu sammeln. Sie verliehen dank gekonnter Platzierung von meiner Freundin Yvonne, den kräftigen Baumstamm eine gewisse Festlichkeit, wurden in Girlanden verwandelt und schmückten die Pavillons, die uns vor dem vorhergesagten Sommerregen schützen sollten. Die Regentropfen blieben zum Glück aus, unter den Pavillons und Schirmen ließ sich gemütlich Speisen.

Die transparenten Tücher flatterten an Zelten,



neben ungarischen, bestickten Tüchern an unserem Altar,


oder vor dem DJ-Pult



Die verspielte Sommerblumen in unzählige  kleine Vasen arrangierte meine Freundin Krisztina.


Die elegante, alte, traumhafte Leinendamast Tischwäsche und Bauernsilber-Leuchter kamen von meiner Trauzeugin Annika. Ohne ihre Hilfe wäre vieles nicht so schön geworden.


Aus dem Garten ihrer Mama kamen frisch gepflückt die meisten Blumen. 


Für meinen Brautstrauss holten wir  die Kamille und Schleierkraut  in aller Frühe mit meiner Schwester vom Markt und banden wir sie zu einem runden, einfachen Sträusschen. Restliche Blüten wurden in Haare und Knopflöcher gesteckt und auf dem Weg zum Altar verstreut.





Meine Freundin Susanne faltete mit meinem kleinen Patentöchter die rosa-roten Kraniche, als Symbol für eine lange Partnerschaft. Sie tanzten gleich beim Eingang, als Willkommensgruß.


Ja, sie sind wirklich die Heldinnen des Sommers und die Heldinnen unserer Hochzeit!



(Alle Bilder von Yannick Schütte Photografie)

Sonntag, 24. August 2014

Ja!

Ja, ich bin noch da, der Blog wird nicht geschlossen, ich habe nur gemerkt, dass ich trotz aller meiner Bemühungen hier weiter zu schreiben eine Pause einlegen muss, um den Sommer mit aller seiner Feierlichkeiten und Ereignissen genießen zu können.

Oh ja, mir geht es gut, uns geht es gut. Es ist so viel Schönes passiert, so viel Kleines und Grosses und unvergessliches.
Die kommende Woche werde ich hier nach und nach einen Rückblick halten und werde versuchen das Sommerloch zu stopfen.

Wir haben "gehochzeitet"!

Viele Jahre süße, wilde Ehe wurden mit einem kurzen JA! verabschiedet. Wir haben uns getraut und haben uns nun gegenseitig fest im Griff. Das Süß ist noch süßer und das freie Wilde darf in gebändigter Form weiterhin unser Begleiter bleiben.


Ja, es war ein zauberhafter Tag im engsten Kreis unserer Familien, mit langjährigen guten Freunden und vielen Kindern, in unserem Wonnemonat August. Unter freiem Himmel mit Sonnenschein, mit einem frischen Sommerwind, der alle Regenwolken wegpustete, viel Lachen, Musik, Traditionen, Leichtigkeit, Blumen und Kinder.













Ja, schön war es! Wunderschön und unvergesslich!

Die schönen Momente hat unser ehemaliger Schüler und Fotografiestudent Yannick Schütte festgehalten. Vielen Dank!