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Sonntag, 15. Juni 2014

Decke drüber

Diesen Post bin ich schon lange schuldig.
Noch vor Ostern bekam ich die Möglichkeit für den Design-Onlineshop Connox, ein Produkt zu testen.

In den letzten Jahren bin ich nur auf einige wenige Produkttests eingegangen und dutzende abgelehnt.
Ich finde es sehr wichtig, dass die Produkte mir wirklich gut gefallen, dass ich hundertprozentig meine frei Meinung äußern darf und dass ich mich nicht wie ein billiger Werbeplattform-Anbieter vorkomme.
Leider ist bei den Anfragen das letztere meist der Fall, wie wahrscheinlich andere Blogger auch schon bemerkt haben.
Man bekommt die frechsten, unmöglichsten Angebote. Meist bringt es mich einfach zum Lachen und denke: Decke drüber, bloß nicht ernst nehmen, manchmal ärgert es mich allerdings Maßlos.

Bei Connox hatte ich in ein bestimmtes Budget und die absolut freie Wahl. Die meisten von Euch wissen bestimmt, dass Connox ein Marktführender Onlineshop für Wohndesign ist. Unzählige traumhafte Produkte, die das Einrichter-Herz höher schlagen lassen. Ich war beeindruckt von der Produktpalette und von der großen, ungewohnten Freiheit.
Ich hatte die Qual der Wahl. Die fiel zum Schluss auf eine Tagesdecke von Hay.




Schon lange wünschte ich mir schon einen neuen Bettüberwurf und innerhalb wenigen Tagen hielt ich ihn in meiner Hand.
Das Umräume-Fieber packte mich gleich. Endlich war mein zwar sehr schöne, aber 8 kg schwerer, mittlerweile stark reinigungsbedürftiger Bettüberwurf Vergangenheit.
Schnell einige frische, frühlingshafte Kissen genäht, einen neuen Spiegel aufgehangen, gelbe Tulpen gekauft und die Kamera gezückt.





Gepostet wird aber erst nach Ostern, die meisten machen jetzt Urlaub. Es wäre schade wenn Vielen mein schöner, neuer Fund entgehen würde.

Es kam dann Himmelfahrt und dann Pfingsten. Das echte Leben hat mich zu sehr eingefordert und mein Blog pausierte, die Tage und Wochen vergingen, wie im Flug.
Auf meinem Nachtisch dufteten zwischendurch Maiglöckchen und Pfingstrosen, die langsam auch verwelken. Die Decke schaffte mit einer leichten, schwungvollen Handbewegung Ordnung und mit seinen zwei verschiedenen Farbtönen in Hell und Dunkel immer neue Stimmung.
Im Blog landete sie aber immer noch nicht.




Statt einer ärgerlichen Mail, was ich durchaus verdient hätte, kamen nur einige freundliche Zeilen mit der Frage, ob es mir gut gehen würde. Nach meiner Entschuldigung die Antwort, dass sie die Verzögerung durchaus verstehen können und sich freuen, wenn der Post die kommenden Tage Online ist.
Ich war überrascht und gerührt und habe beschlossen, nicht einfach die Decke über meine Unprofessionalität zu schmeißen.
In der letzten Zeit liest man immer wieder, dass Blogger von vielen Unternehmen und Shops nicht ganz ernstgenommen werden. Die Unzwufriedenheit in Bloggerkreisen ist groß, aber wie man sieht, geht es auch anders, selbst bei einem so großen Unternehmen.

Und die Decke? Die hat sich wirklich gut bewährt. Obwohl die Wahl wirklich nicht einfach war.
Es sollte etwas leichtes sein und groß genug, um das Doppelbett zu überdecken.



Ich landete schnell bei den schönen, modernen, zeitlosen Hay Steppdecken und suchte die Größten, um genug Spielraum zu haben, auch um die dicke Winterdecken darunter zu verstauen. Unser Bett ist 180 cm Breit.
Ich schwankte eine ganze Weile zwischen der großen Hay Wave die man mit ihrer Größe von 140 cm x 260 cm quer über das Bett legen könnte, mit frei gelassen Kissenbereich und an den Seiten fast Bodenlang, wie in einer schicken Wohnzeitschrift.

Oder doch die große Mega Dot mit den Maßen von 235cm x 245 in einer frischen Farbe? Ein fröhliches Gelb mit gräuchliche Rückseite würde eine ganz neue Atmosphäre zaubern.
Ich entschied mich doch für das zeitlose Grau mit den gesteppten Kreisen.
Mit farbigen Kissen ist immer wieder schnell eine neue Stimmung zu erreichen.

c


Die leichte Baumwolle nach dem schweren Chenille ist eine Wohltat für meine Arme und die Reinigung, wenn es mal nötig wird, wird beim Leichtgewicht mich auch nicht in Unkosten stürzen.



Also genau die richtige Wahl und super Kundenservice!
So kann Betten machen, Bloggen und auch Produkttests richtig Spaß machen!






Donnerstag, 5. Juni 2014

Berliner Küche

Schnell was zwischendurch wollte ich in Berlin essen, als ich Dienstag meine Wartezeit auf den Zug verschlenderte. Ich aß einen ziemlich leckeren Falafel, trank später einen starken Espresso und ja, ich war zufrieden. 
Zumindest, bis ich nach Hause kam und von meinem Hauptstadt-Kurztripp inspiriert, Kittys Berlin-Kochbuch, mit den genialen Illustrationen, nach längerer Zeit wieder vom Regal nahm und beim durchblättern unter anderem auf Strammer Max, lahmen Emil, auf die errötende Jungfrau, auf den armen Ritter und stolzen Heinrich traf. Plötzlich fand ich es sehr schade, dass ich  mit einem Falafel mich zufrieden gab und nicht was typisch berlinerisches gesucht habe. 



Das die Berliner Küche, so einige - teils in Vergessenheit geratene - kulinarische Köstlichkeiten bietet, beweist das Kochbuch des Geschwisterpaar Kitty Kahane & Brit Hartmann. 
Eine fantastische Sammlung Berliner Rezepten mit ausgefallenen, witzigen, Interesse weckenden Namen, wie Hoppelpoppel, Mohnpielen und Quarkkäulchen laden ein, Berlin kulinarisch zu erleben. Ganz nebenbei erfährt man kleine Anekdoten über die Hauptstadt und bekommt man wertvolle Tipps zu Ausflugszielen, Tanzlokalen, Märkte, Läden, Bars und Restaurants. 

Kittys Berlin-Kochbuch / Jacoby Stuart Verlag
Schade, dass es mir nicht vorher einfiel, was für einen ausgefallenen kulinarischen Reiseführer ich besitze.


Kittys Berlin-Kochbuch / Jacoby Stuart Verlag





Jetzt habe ich wirklich Lust nach Berlin zu fahren. Mit viel mehr Zeit im Gepäck und mit meinem Berlin-Kochbuch bewaffnet. Vielleicht im Sommer und dann gerne auch an Berlins Gewässer.
Vielleicht schließe ich sogar Bekanntschaft mit einigen echten berliner Typen.

Euch wünsche ich ein schönes, langes Pfingst-Wochenende mit viel Sonnenschein, tollen Ausflugszielen, und Erdbeerbowle.

Kittys Berlin-Kochbuch / Jacoby Stuart Verlag


Kittys Berlin-Kochbuch / Jacoby Stuart Verlag

Mittwoch, 4. Juni 2014

Mittwoch im Mittelpunkt: 25 Jahre Deutschland

Gestern war ich für einige Stunden in Berlin. Ich musste zur ungarischer Bootschaft, um Papierkram zu erledigen. Ich hatte einige Stunden Zeit, bevor mein Zug zurückfuhr, so schlenderte ich etwas ziellos durch die Straßen. Überall wurde ich mit dem 25 jährigen Jubiläum der Mauerfall konfrontiert und plötzlich mit meinem Eigenen. Wie ein Blitz wurde es mir bewusst, dass ich fast auf den Tag genau vor 25 Jahren nach Deutschland kam.


Ich war damals noch nicht mal ganz 19 Jahre alt und stand ziemlich aufgeregt mit einem Koffer und einem Rucksack auf dem Ostbahnhof in Berlin. Ich musste nach Westen zum Hauptbahnhof, wo mein Zug nach Hannover weiterfuhr zur meiner Au-pair Familie.
Dunkle Gänge, strenge Grenzbeamte, ewige Kontrollen, viele Menschen, Kloß im Hals, Angst um nicht den Zug zu schaffen, um mich zu verirren, die falsche Bahn zu nehmen, nicht verstanden zu werden. Nichts ahnend, dass nur einige Monate später diese Grenzen nicht mehr existieren werden, dass aus dem einem Jahr Au-Pair Aufenthalt schnell 25 Jahre werden.

Ich wusste nicht, was mich erwartet. Ich war neugierig und wissbegierig. Ich habe vorher viel gelesen, über die Kultur, Kunst, Literatur, Bräuche und Menschen, um gut wie möglich vorbereitet zu sein. Ich "wusste" dass das Wetter schlechter ist, als in Ungarn, die Menschen distanzierter, Freundschaften werden nicht so schnell geschlossen, es herrscht mehr Ordnung, Sauberkeit und Pünktlichkeit. Ich war offen. Offen  und voller Erwartungen, um diese für mich damals neue Welt kennenzulernen.

25 Jahre sind vergangen. Es gibt keine Mauer mehr, es gibt keine Grenzen, ich verstehe, spreche, denke und ja, ich träume oft auf Deutsch, aber immer noch gerne mit der-die-das Fehler. Das Wetter ist tatsächlich schlechter, als in meiner Heimat und es ist ziemlich das Einzige, woran ich mich bis heute nicht ganz gewöhnen konnte. Ich mag die Menschen hier. Etwas distanzierter, aber ehrlich. Ja, ich mag es.
Ich mag die gewisse Ordnung und Übersichtlichkeit, die besagte deutsche Pünktlichkeit übertreffe ich allerdings oft. Ich liebe die deutsche Literatur, Kunst, ich pflege gerne deutsche Bräuche neben den ungarischen, ich mag und koche gerne die gute deutsche Hausmannskost.....

Ich wurde hier immer ausnahmslos mit Respekt behandelt. Nie hatte ich schlechte Erfahrungen.
Ich habe viele Deutsche Freunde, die ich nicht missen möchte.  Ich liebe meine Heimat, aber mein Zuhause ist Deutschland. Schön ist es hier!

Ein großes Dankeschön!

Das kleine Kunstwerk wollte ich eigentlich gestern zur Julias Kinderkunst-Tag zeigen.  (Wie war es noch mal mit der Pünktlichkeit?) Es hat Emil vor etwa einer Woche gemacht. Einfach nur so. Ein Segelboot der zwischen Ungarn und Deutschland segelt.  Der Kreis schließt sich. 

Dienstag, 27. Mai 2014

Der Sonne entgegen

Mit einem freudigen Sprung bin ich wieder hier.  Ich hatte diese vorher ungeplante, spontan selbst verordnete Pause ganz nötig.


Ich habe einiges abgearbeitet,  neuePläne geschmiedet, Einiges verworven, Chaos beseitigt, für Durchblick gesorgt, über kleine und große Erfolge gefreut, Unkraut bekämpft, den kleinen Vierbeiner erzogen, das Leben und die Sonne genossen........


...mich erholt, Ideen gesammelt, Energie getankt.

Ich freu mich wieder hier zu sein. Frisch, fröhlich und mit viel Freude. 

Liebe Grüße und danke für euer Geduld!

Emils vergangene Woche gezeichnete Bilder schicke ich zu Philuko

Samstag, 3. Mai 2014

Bittersüß

Schwarz-weiß, yin-yang, bitter-süß, wie das Leben, ist mein heutiger Samstagskaffee.
Nach der Zuckerentzug in der Fastenzeit und darüber hinaus freut mein Gaumen über das Löffelchen Süß umso mehr.


Oh ja, süß, wie die Liebe, soll es sein!