Mittwoch, 22. Mai 2013

Mittwoch im Mittelpunkt - Maisalat


Mittwoch suche ich den Mittelpunkt.
Ist es die Arbeit, die Wäscheberge, abends ein schönes Buch, Musik oder ein Film zum abschalten, um weitermachen zu können, ein neues Rezept, was man kaum erwarten kann nachzukochen, eine neues Kleid, die Urlaubsplanung, ein tolles Gespräch, oder jemand, der unsere Aufmerksamkeit braucht oder wir seine. Ist es etwas Schönes, Ärgerliches oder Ermüdendes? Einfach die Mitte eben.
Habt ihr Lust mitzumachen?
Ihr könnt einfach den Link zu Eurem Mittelpunkt-Post im Kommentar  hinterlassen.
Ich bin sehr gespannt was ihr so alles in der Mitte findet!


Alles grüne macht der Mai, auch diesen leckeren Salat, die ich Euch aus unserem verlängertem Pfingstwochenende aus Hamburg mitgebracht habe.


Leider müsst ihr selber schnippeln, aber es lohnt sich. Der hat die magische Kraft Regenwolken vom ausgewählten Grillplätzen zu vertreiben.



1kg kleine Frühkartoffel in der Schale kochen, abdampfen und ungepellt in Scheiben schneiden.
Etwa 4 große Hände voll grüne Erbsen pulen, 2 Handvoll grüne Bohnen und einem Bund grüne Spargel die Enden abschneiden und  in gleichmäßige Stücke schnippeln.  1 große geschälte Karotte in Scheiben schneiden.


In einem Kochtopf etwa 1 L Wasser leicht salzen und mit einer ungeschälten Knoblauchzehe zum Kochen bringen. Das Gemüse nach und nach, Sorte nach Sorte bissfest blanchieren und zu den Kartoffeln geben.
Das Schnippelt nimmt immer noch kein Ende.
Jetzt ist noch eine kleines Bund Frühlingszwiebel und Petersilie an der Reihe. Zum Schluss kullern noch einige schöne rote Tomaten auf dem Schneidebrett und anschließend zu den restlichen Zutaten.
Alles vorsichtig mit dem Dressing vermengen.

Dressing: In 3-4 Eßl Blanchierwasser den weich gekochten Knoblauch aus der Schale drücken. Mit einem großzügigem Tl Akazien- oder Waldhonig, einem guten Schuss Olivenöl, Salz und frisch gemahlenem Pfeffer gut verrühren.


Gleich lauwarm probieren, oder in den Fahrradkorb packen, zum Grillplatz düsen und in Begleitung vom frisch Gegrilltem genießen!
So schmeckt der Mai!

Probiert auch mal mit anderen Bohnensorten und jungem Kohlrabi!


Donnerstag, 16. Mai 2013

Ganz schön prickelnd

Als ich vor Kurzem eine nette Anfrage bekam, ob ich Lust hätte ein Soda Maker zu testen, musste ich erst meine Gedanken ordnen.

Das Wort Soda weckte bei mir zuerst Kindheitserinnerungen.
Der grüne 70-er Jahre Sodasyphon stand bei uns immer in der Küche bereit. Wir liebten es unter argus Augen von Mama die Patrone einzudrehen und zu staunen, wie kalt sie plötzlich wurde, um dann ein Schuss Omas legendärer Himbeersirup mit prickelnder Soda aufzuspritzen. Es gab einen herrlichen rosa Schaum, die fast immer überschäumte.
Ach, Soda ist was tolles, wieso sollte ich das Gerät nicht testen?

Da meldete sich gleich der zweite Gedanke. Hatten wir nicht schon vor gut über 10 Jahren ein Sodagerät?
So ein weißes Plastikding mit einer Pet Flasche? War schon ziemlich praktisch, aber ehrlich gesagt könnte den gerade nicht in unserer Küche vorstellen.
Also, ersmal schauen.

Beim ersten Blick auf der Internetseite von Sodastream hat mich das Modell Crystal doch überzeugt und durfte bei uns einziehen und sich beweisen.


Das schicke, schlichte moderne Design mit der Glaskaraffe hat nicht viel mit dem weißen Plastikvorgänger aus meine Erinnerungen zu tun.
Mit der grünen Syphonflasche aus vergangenen Jahrzehnten in Verbindung zu bringen, erfordert auch etwas mehr Fantasie. Nach kurzer Recherche hüpfte mein patriotisches Herz. Wie könnte ich es bloß vergessen haben? Sodawasser ist doch eine ungarische Erfindung vom Naturwissenschaftler und Physiker, Ányos Jedlik, aus dem Jahre 1824.
Ein kleines Land zwar, aber hat doch schon so einige prickelnde Ideen hervorgebracht.
Ganz stolz auf das wiedergewonnene Wissen fing ich nun ganz begeistert mit dem rumsprudeln an.

Ich kann mich noch erinnern, als noch in meinem Kindergartenalter der Sodamann in unser Dorf kam. Lautstark rief er aus seinem, von Pferden gezogenen Wagen: "Soooooooooooda". Er blieb in der Dorfmitte stehen und wartete, bis alle mit ihren leeren Flaschen vorbeikamen und gegen volle tauschten.
Sein Beruf wurde kurze Zeit später überflüssig, als es selbst schon in dem Tante Emma Laden in unserem Minidorf Sodasyphons mit Kohlensäurekapseln zu kaufen gab. Ab dann gab es dann Soda satt.

Die nostalgischen Syphons gibt es immer noch und in einigen ausgewählten Läden auch die kleinen Kapseln dazu. Schön für eine vintage Cocktailparty, aber leider weniger alltagstauglich.

Ständig Wasserkästen auf die dritte Etage im Altbau zu schleppen, haben wir schon längst aufgegeben.
Es gibt meistens Leitungswasser und ab und an eine Flasche Mineralwasser mit Sprudel.

Im Sommer mag ich aber die prickelnden Limonaden ganz gerne und sage an einem lauen Sommerabend auch nicht nein, wenn eine frisch gespritzte Weinschorle mir angeboten wird.
Also Kapsel rein und los geht´s!



Als Erstes eine klassische Zitronenlimonade bitte!
Ich mag sie mit viel frischgepresster Saft, mit wenig Zucker, dafür aber mit  einigen Rosmarin-, oder Thymianzweigen, oder Gurkenstiften. Hübsche Beigabe in der Gurkenlimonade sind mit dem Sparschäler spiralförmig abgeschälte Gurkenschalen von Bio oder ungespritzten Gartengurken.
Bei der Kräuterlimonade kann man den Kräutergeschmack verstärken, in dem man die frischen Kräuter vorher etwas anquetscht. Bevorzugt man einen noch intensiveren Geschmack, kann man aus dem Kräuter vorher einen Sud vorbereiten.
Dazu die frischen Kräuter mit etwas heißem Wasser aufgießen und eventuell einige Minuten sanft köcheln. Bei vielen Kräuter reicht schon heißes Wasser. (Gut geeignet sind Rosmarin, Thymian, Zitronenthymian, Ananassalbei, Minz- und Melissesorten.)
Aus diesem Essenz nach Belieben in die Limonade gießen und mit Kräuterzweigen servieren.
Auf diese Weise kann man auch den Geschmack der Zitronenlimonade verstärken.
Die mit dem Sparschäler dünn abgezogene Schalen (ohne weiße Haut, sonst wird bitter), wie bei den Kräutern mit Wasser aufkochen und als natürlichen Geschmacksverstärker benutzen.
An heißen Tagen gerne mit einigen Eiswürfeln und stark prickelnd.



Mein Lieblingsgetränk im Frühling ist die zartosa Rhabarberschorle.
Hierbei nehme ich gerne lieber Wasser mit weniger Kohlensäure und am liebsten mit einem hausgemachtem Rhabarbersaft.
Mit einigen roten Basilikumblättchen bekommt die Schorle eine freche, würzige Note. Ein Genuss!

Rhabarbersaft:
2 kg zarte, junge Rhabarberstangen waschen, in Würfel schneiden, mit 100-150 gr. Zucker bestreuen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen. In etwa 10 Minuten zerfallen die Stangen. Die Hitze reduzieren und etwa 5 Minuten langsam weiter köcheln, bis eine sämige, weiche Masse, ohne Stückchen entsteht.
Den heißen Sud in eine Flotte Lotte geben und durchdrehen.
Funktioniert auch durch ein feinen, großen Sieb, oder auch durch einen Mulltuch gedrückt, allerdings ist die Prozedur ziemlich mühsam. (Am einfachsten geht es sicherlich mit einem Dampfentsafter, wenn man einen besitzt).
Den gewonnenen Saft noch mal kurz aufkochen und noch heiß in gut verschließbare Flaschen abfüllen.
Möchte man einen dünnflüssigeren Saft haben, vor dem Aufkochen den Rhabarbersud etwa mit 30 % Wasser mischen und zusammen aufkochen.
Je röter die Stangen, desto schönere, rotere Farbe hat der Saft.




Hat man keine Zeit und Muse den aufwändigen Sirup vorzubereiten, gibt es ein riesen Auswahl fertiger Sirups im Angebot.
Mit einigen passenden Früchtchen, in einem schicken Glas serviert, nach Belieben mit viel, oder weniger Kohlensäure, ein schnell zubereitetes Erfrischungsgetränk.


Vielleicht habt ihr Lust einen kleinen, eisigen Blumengruß in den Gläser zu hinterlassen?
Auf diese Weise habe ich auch fertige Getränke eingefroren. Es war ein voller Erfolg. Besonders kleine Eismonster kommen mit wenig Zucker auf ihre kosten.

Fazit:  Wir mögen ihn! Er zaubert in Sekundenschnelle prickelndes Sodawasser. Die Kohlensäuremenge kann man wunderbar selber bestimmen und die Glaskaraffe ist selbst für Kinderhände robust genug, leicht zu reinigen und wirklich schlicht und formschön. Damit stellen wir sie gerne griffbereit auf den Mittagstisch.

Habt ihr Lust mal einen spritzigen Coctail am Abend zu trinken, hier findet ihr neben den beliebten Klassikern, auch einige weniger bekannte Rezepte für Sodawasser Cocktails.




Mittwoch, 15. Mai 2013

Mittwoch im Mittelpunkt - Frühling



Mittwoch suche ich den Mittelpunkt.

Ist es die Arbeit, die Wäscheberge, abends ein schönes Buch, Musik oder ein Film zum abschalten, um weitermachen zu können, ein neues Rezept, was man kaum erwarten kann nachzukochen, eine neues Kleid, die Urlaubsplanung, ein tolles Gespräch, oder jemand, der unsere Aufmerksamkeit braucht oder wir seine. Ist es etwas Schönes, Ärgerliches oder Ermüdendes? Einfach die Mitte eben.
Habt ihr Lust mitzumachen?
Ihr könnt einfach den Link zu Eurem Mittelpunkt-Post im Kommentar  hinterlassen.
Ich bin sehr gespannt was ihr so alles in der Mitte findet!

Unser Garten präsentiert sich in sein allerschönstes Frühlingskleid.
Wo man nur hinschaut grünt und blüht es. Die Blumen in dieser Zeit sind so filigran und Mädchenhaft. Ich liebe ihre feine zarte, nostalgische Schönheit.


Ich wünsche euch einen wunderschöne, frühlingshafte Wochenmitte!

Montag, 13. Mai 2013

Muttertags-Kanone

Ich hoffe ihr hattet alle ein schönes Muttertag-Wochenende, ohne zwanghafte "Pflichtveranstaltungen".
Wir hatten einen wunderschönen Sonntag mit den Kindern verbracht.
Im Gegensatz zum letzten Jahr durfte ich meiner Mama nur mit einem Telefongespräch beglücken und von unserem Tag erzählen.

Ich gebe zu, ich mag diesen Tag. In Fotoalben blätternd, frühere Muttertags-Geschenke bestaunend,
herzhaft über witzige Kindheitserinnerungen lachend, mit leckerem, von den großen Mädchen gebackenen Kuchen genießend, in Emils, seit Tagen vor lauter Geheimnissen leuchtende Augen beobachtend.
Ja, theoretisch müsste kein vorgegebener Tag dafür da sein, um danke zu sagen, aber die Tage und Monate rennen nur so hin, man merkt es kaum und das Jahr ist vorbei. Deshalb bin ich dankbar für die Erinnerung.
Ich verbinde diesen Tag nicht mit Konsum und auch nicht mit Pflichten, sondern mit witzig-süßen Geschenken, kleinen Aufmerksamkeiten, zwanglosen Wiesen- und Gartensträußen und Ausflügen.

Bei dem gestrigen Wetter war uns nicht zum Picknicken zumute, so nützten wir den Nachmittag für ein gemeinsames Museumsbesuch. Schließlich war gestern nicht nur Muttertag, sondern auch der internationaler Museumstag.
Eine der Lieblingsmuseen von Emil und auch von den Mädchen in diesem Alter, war und ist,  das Historische Museum.
Schöne Kleider, alte Spielzeuge, Königskutschen, begeistern die Kinder und Erwachsene immer wieder aufs Neue.
Die Interessen trennten sich schon fast klischeehaft. Bis die Frauenfraktion die Einrichtungen, Schmuck  und Roben vergangener Zeiten bestaunte, verweilten sich die beiden Jungs bei den Fahrzeugen, Ritterrüstungen und Kanonen.
Auf jeden Fall kamen wir alle auf unsere Kosten.

Am späten Nachmittag müssten die Erlebnisse gleich verarbeitet werden.
In Handumdrehen entstand eine echte Schießkanone.




Einige vorhandene Materialien aus dem Keller, Dachboden und Werkzeugkiste reichen aus.

Ein rest Holzbrett (die Rille spielt keine Rolle), zwei alte Möbelräder, einige Schrauben, zwei Papprollen mit unterschiedlichem Durchmesser. (zur Not welche aus Pappe Rollen und zusammentackern- oder kleben), Gummiband.

Räder anschrauben, die größere Papprolle mit ein-zwei Schrauben am Brett befestigen oder ankleben.
Schon hat man Platz für den Schießkugel (in dem Fall ein zusammen geknüdeltes Papierbogen).



In  beide Rollen seitlich jeweils ein kleines Loch stechen. Die kleine Rolle dient zum Abschießen, also in die große Stecken und die beiden mit dem Gummiband verbinden.



Zielen, losziehen.......


......abfeuern und lachen!


Blumenköpfe schießen funktioniert auch wunderbar.
Ach, Muttertag kann doch so schön sein!

Donnerstag, 9. Mai 2013

Vater und Sohn

Papa und Emil - ein kleines Vatertags-Geschenk. (Die Inspirationquelle stand nicht weit)


Worüber die beiden sich so unterhalten?